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Nikolaikirche

Leipziger Notenspur

Nikolaikirche
Nikolaikirchhof 3
04109 Leipzig

Leipziger Notenspur; Station 12

Nikolaikirche
Nikolaikirche Nikolaikirche, Leipziger Notenspur
Nikolaikirche Nikolaikirche, Leipziger Notenspur
Nikolaikirche
Nikolaikirche Nikolaikirche, Leipziger Notenspur
Nikolaikirche
Nikolaikirche Nikolaikirche, Leipziger Notenspur
Nikolaikirche
Nikolaikirche Nikolaikirche, Leipziger Notenspur
Nikolaikirche
Die spätgotische Nikolaikirche, deren Innenraum um 1790 klassizistisch umgestaltet wurde, ist eine der beiden erhaltenen Leipziger Kirchen, für deren Kirchenmusik Johann Sebastian Bach (1685-1750) verantwortlich war. In ihr begann Bach am 30. Mai 1723 mit einer Kantatenaufführung im Gottesdienst sein Leipziger Amt. Von alters her war die Kirchenmusik von St. Nikolai eng verbunden mit der Nachbarkirche St. Thomas. Obwohl die Nikolaikirche als die Hauptpfarrkirche Leipzigs galt, besaß sie nur einen eigenen Organisten, nicht aber einen eigenen Kantor. Bach war als Thomaskantor und Leipzigs "Director musices" verantwortlich für die Kirchenmusik an den Leipziger Hauptkirchen St. Nikolai und St. Thomas sowie an der Neuen Kirche St Matthäi und der Peterskirche. Die meisten Kantatenaufführungen unter Bachs Leitung erlebte die Nikolaikirche. Auch Hauptwerke Bachs wurden hier zur Uraufführung gebracht: die Johannespassion 1724 und das Weihnachtsoratorium 1734/35.
Bedeutende Nikolaiorganisten vor Bach waren Johann Rosenmüller (1619-1684) und Adam Krieger (1634-1666). Die jetzige Orgel geht auf ein Instrument von Friedrich Ladegast aus dem Jahr 1862 zurück, das die romantische Interpretation der Orgelkompositionen Johann Sebastian Bachs in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mitgeprägt hat. 1902/03 wurde die Orgel durch die Firma Wilhelm Sauer (Frankfurt/Oder) erweitert. 2002/03 erfolgte ein Neubau durch die Orgelmanufaktur Hermann Eule in Bautzen, der sich an der Ladegast-Orgel orientiert, aber auch die übrige historische Substanz weitestgehend integriert.
Durch die Friedensgebete, die auch heute noch montags 17 Uhr stattfinden, wurde die Nikolaikirche 1989 zu einem Ausgangspunkt der Friedlichen Revolution und zu einem Wahrzeichen der Deutschen Wiedervereinigung.

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Autor: Prof. Dr. Werner Schneider

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