leipziger-stadtplan.com

Pharus-Karten online oder Kaufen im Pharus-Shop.

Oper Leipzig

Leipziger Notenspur

Oper Leipzig
Augustusplatz 12
04003 Leipzig

Leipziger Notenspur; Station 10

Nähere Informationen: externer Link

Oper Leipzig
Oper Leipzig Oper Leipzig, Leipziger Notenspur
Oper Leipzig Oper Leipzig, Leipziger Notenspur
Oper Leipzig
Oper Leipzig Oper Leipzig, Leipziger Notenspur
Oper Leipzig
Die Oper Leipzig steht in der Tradition von mittlerweile 315 Jahren Opernpflege in Leipzig. 1693 wurde das erste Opernhaus am Brühl eröffnet, das damit das dritte bürgerliche Musiktheater Europas nach Venedig und Hamburg war. 1766 kooperierten nachweisbar erstmals Oper und Musiker des damaligen "Großen Concerts" bei einer Musiktheaterproduktion. Im selben Jahr war auch das "Komödienhaus", das später als "Altes Theater" bezeichnet wurde, eingeweiht worden. Für ein gutes Jahrhundert war es Schauplatz bedeutender deutscher Operntradition (s. Notenbogen-Station 2).
1868 eröffnete das Neue Theater am Augustusplatz, das für Oper und Schauspiel genutzt wurde. Neben Werken von Mozart, Weber und Gluck bildet die Pflege des Wagner-Repertoires seither einen besonderen Schwerpunkt. Erstmals außerhalb des Bayreuther Festspielhauses wurde 1878 Richard Wagners "Ring"- Tetralogie in Leipzig aufgeführt. Herausragende Dirigenten bis 1890 waren Artur Seidl, Arthur Nikisch und Gustav Mahler. In den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts öffnete sich die Oper Leipzig in besonderem Maße für zeitgenössische Werke. Von den vielen wichtigen Erst- und Uraufführungen ist u.a. Brecht / Weills "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" (1930) zu nennen.
Nach der Zerstörung des Neuen Theaters im Dezember 1943 wurde 1956-1960 an gleicher Stelle das heutige Opernhaus errichtet, bei dem die spätklassizistischen Formen des Vorgängerbaues andeutungsweise wieder aufgenommen wurden. Die festliche Eröffnung erfolgte mit "Die Meistersinger von Nürnberg" (Regie: Joachim Herz). In den Folgejahren prägten u.a. bedeutsame Wagneraufführungen und die Neugewinnung vernachlässigter Werke den Spielplan. 1990 übernahm Udo Zimmermann die Opernintendanz und verlieh der Oper einen spektakulären Aufschwung. 1991 trat Uwe Scholz seine Position als Ballettdirektor und Chefchoreograph an und entwickelte das Leipziger Ballett zu einer der ersten Compagnien in Deutschland. Mit der Intendanz von Henri Maier (2001-2007) gelangten erstmals u.a. Werke von Berlioz ("La Damnation de Faust" und "Les Troyens") auf den Spielplan. Ab der Spielzeit 2008/09 ist Peter Konwitschny Chefregisseur der Oper Leipzig. Er steht für lebendiges Musiktheater mit einem Repertoire vom Barock bis zur Gegenwart und für die Förderung junger Regisseure.
Die Foyerbereiche des Opernhauses wurden 2007 umfangreich nach den Vorgaben des Denkmalschutzes saniert. Das Opernhaus verfügt seitdem über 1267 Sitzplätze. Zur Oper Leipzig gehört neben dem Sängerensemble, dem Opernchor und dem Leipziger Ballett auch die Musikalische Komödie mit eigener Spielstätte in Leipzig Lindenau. Das große Repertoire mit ca. 300 Vorstellungen pro Spielzeit in allen Spielstätten reicht vom Barock bis zur Gegenwart.

Zur vorherigen Station Wagner Denkmal
Zur nächsten Station: Alte Nicolaischule
Autor: Dr. Christine Villinger

Die Informationen auf dieser Seite wurden von uns bzw. unseren redaktionellen Partnern nach bestem Wissen zusammengestellt und sind ohne Gewähr. Ihre Vorschläge für Korrekturen oder Ergänzungen nehmen wir gerne entgegen.