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Museum der bildenden Künste

Leipziger Notenspur

Museum der bildenden Künste
Katharinenstraße 10
04109 Leipzig

$Leipziger Notenspur§; Station 14

Di./Do./So. 10-18 Uhr
Mi. 12-20 Uhr
Mo. geschlossen
Feiertage 10 - 18 Uhr

Obwohl er nur einmal als aufstrebender junger Pianist und Komponist selbst in Leipzig weilte, hatte Beethoven enge Beziehungen zu Leipzig. Ein wichtiger Teil seiner Werke wurde in Leipzig verlegt, zunächst beim 1800 gegründeten "Bureau de Musique" (später C.F. Peters), dann beim ältesten Musikverlag der Welt, dem Verlag Breitkopf & Härtel (s. Notenspur-Station 8). 1801 wandte sich der Verleger Härtel an Beethoven und bot dem vielversprechenden Komponisten die Erstdrucklegung neuer Werke an. 1802 / 1803 kam es zu einer ersten Zusammenarbeit. 1808-1812 war Breitkopf & Härtel Hauptverleger Beethovens. Hier erschienen im Erstdruck u.a. die 5. Sinfonie ("Schicksalssinfonie"), die 6. Sinfonie ("Pastorale"), die Oper Leonore (später umbenannt in Fidelio), das 5. Klavierkonzert sowie die Schauspielmusik zu Goethes Egmont.

Drei Werke Beethovens wurden in Leipzig uraufgeführt: eine Sopranarie im Alten Theater (s. Notenbogen-Station 2) im November 1796 sowie im Februar 1808 das Tripelkonzert und im November 1811 das 5. Klavierkonzert im Ersten Gewandhaus (s. Notenspur-Station 21.)

Da das historische Gebäude des Verlages Breitkopf & Härtel im zweiten Weltkrieg zerstört wurde, ist Beethoven auf der Notenspur ein "Kunstort" gewidmet: das Museum der bildenden Künste (MdbK). Diese Verbindung ist nicht künstlich, sondern höchst kunstvoll. Hier kann man eines der weltweit bedeutendsten musikbezogenen Werke der bildenden Kunst bewundern: Klingers Beethoven. Max Klinger (1857-1920) hat an dem 3,10 m hohen Kunstwerk von 1885 bis 1902 gearbeitet. Es ist eines der Hauptwerke des Symbolismus. Antike und christliche Gedanken und Elemente durchdringen und ergänzen sich. Dargestellt ist Beethoven als Musiktitan, zu dem sogar der Adler ehrfürchtig aufschaut. Unzugänglich und unbeirrt zieht er seine Bahn, allein seiner Inspiration vertrauend.

Das MdbK besitzt ausgesprochen viele musikbezogene Kunstwerke, was in der Musikstadt Leipzig nicht verwunderlich ist. Max Klingers Grafikzyklus Brahms-Phantasie und seine Entwürfe zu einem geplanten Richard-Wagner-Denkmal (s. Notenrad-Station 6) sind ebenso im Besitz des Museums wie das Gemälde "Die Toteninsel" von Arnold Böcklin (1827-1901), das Max Reger (1873-1916) und Sergej Rachmaninov (1873-1943) zu sinfonischen Dichtungen inspirierte.

Wie viele Orte der Leipziger Innenstadt ist auch der Standort des Museumsneubaus eng mit der Musikgeschichte Leipzigs verbunden. In unmittelbarer Nachbarschaft befand sich das im 2. Weltkrieg zerstörte Zimmermannsche Kaffeehaus, in dem Johann Sebastian Bach von 1729 bis mindestens 1741 regelmäßig mit dem 1703 von Georg Philipp Telemann gegründeten Collegium Musicum musizierte.

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Autor: Prof. Dr. Werner Schneider

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