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Richard Wagner

Leipziger Notenspur

Wagner Denkmal
Martin-Luther-Ring 4
04109 Leipzig

Leipziger Notenspur; Station 9

Wagner Denkmal
Wagner Denkmal Richard Wagner, Leipziger Notenspur
Richard Wagner, der bedeutendste der in Leipzig geborenen Komponisten, erblickte am 22. Mai 1813 im Hause "Zum Rot und Weißen Löwen" am Brühl das Licht der Welt und wurde am 16. August 1813 in der Thomaskirche getauft. Das Geburtshaus musste 1886 Neubauten weichen. Auch andere Gebäude, in denen die Familie Wagner wohnte, wurden 1886 zu Gunsten neuer Bebauung abgerissen oder 1943/44 von Bomben zerstört. Erhalten ist das Königshaus an der Südseite des Marktes (damals Thomäsches Haus genannt), in dem Richard Wagners Onkel, der Philologe Adolf Wagner wohnte. Dem mit Goethe, Schiller, E. T. A. Hoffmann, Ludwig Tieck und anderen Dichtern bekannten Gelehrten verdankt der junge Wagner wesentliche literarische Anregungen. Erhalten ist ebenfalls die Alte Nikolaischule, die Wagner 1828/30 besuchte. Dagegen wurde die baufällig gewordene Alte Thomasschule, in die Wagner 1830 ging und in deren Kantorenwohnung er 1831/32 Kompositionsunterricht beim Thomaskantor Theodor Weinlig erhielt, 1902 abgerissen. Seine Entwicklung prägende Eindrücke empfing der junge Wagner im Ende des 19. Jahrhunderts abgerissenen Alten Gewandhaus in der Universitätsstraße (in dem er am 1. November 1862 die Uraufführung des Vorspiels der Oper "Die Meistersinger von Nürnberg" leitete) und im Alten Theater, das am heutigen Richard-Wagner-Platz stand und am 4. Dezember 1943 von Bomben zerstört wurde. Wagner, der Leipzig 1834 verließ, war bei späteren Besuchen Gast in der Wohnung Robert und Clara Schumanns in der heutigen Inselstraße wie auch bei seiner mit Eduard Avenarius verheirateten Halbschwester Cäcilie, die nach dem Weggang der Schumanns dort wohnten.

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Autor: Prof. Dr. Werner Wolf

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